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Starke Mädchen und Frauen gehen gemeinsam weiter! .  

Trotz eines 1994 verabschiedeten Gesetzes zur Gleichbehandlung der Frau, werden Frauen in Kamerun nach wie vor benachteiligt. Sie haben weiterhin geringeren Zugang zu Bildung, Eigentum und politischer Freiheit. Um auf diese Missstände hinzuweisen, initiierte der DED in Kamerun gemeinsam mit Kooperationspartnern verschiedene Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag am 8. März 2009.

Muslimische Frauenorganisation präsentiert ihre Arbeit
Am Vorabend des Weltfrauentages luden der DED und die muslimische Frauenvereinigung AFHADEV (Association des Femmes Haoussa pour le Développement) zu einer Informationsveranstaltung in der „Briqueterie", einem muslimisch geprägten Stadtteil der Hauptstadt Yaoundé, ein. AFHADEV setzt sich seit der Gründung 2005 vor allem für einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung für Frauen und Mädchen ein.

Mitglieder der Frauenorganisation erklärten den Besuchern die Bedeutung des Weltfrauentages und stellten die Philosophie und Mission ihrer Vereinigung vor. Gemeinsam mit den Besuchern wurde der Alltag muslimischer Frauen sowie das Thema häusliche Gewalt diskutiert.

Ziel war es, über AFHADEV zu informieren und bestehende Vorurteile abzubauen. Die Teilnehmer begrüßten die familiäre Atmosphäre und auch Vertreter der Politik sowie der traditionellen Autoritäten hörten den Frauen gespannt zu. Die Briqueterie ist hierdurch gewiss noch kein gendersensibler Stadtteil geworden, aber die Frauen konnten den Bewohnern ihre Anliegen immerhin ein Stück näher bringen.


Veranstaltungswoche „Femmes et Filles Fortes"
Vom 9. bis 14. März 2009 fand dann die Fortsetzung der im letzten Jahr von der Deutschen Kooperation (DED, GTZ und KFW) gemeinsam mit dem Goethe-Institut und der Friedrich-Ebert-Stiftung eingeführten Projektwoche „Femmes et Filles Fortes" statt. Unter dem Motto „Unies, mobilisées et certaines d'avancer" kamen wieder zahlreiche Frauen zusammen, um sich zu vereinen, ihre Kräfte zu mobilisieren und gemeinsam für ihre Rechte einzutreten.

Die Woche begann am Montagmorgen mit einer Pressekonferenz. Abends folgte die Vorführung des Dokumentarfilms „Football under cover" im Beisein des Trainers und den Spielerinnen der kamerunischen Frauenfußballnationalmannschaft. Im Film kämpfen Spielerinnen eines Berliner Fußballclubs und der iranischen Frauenfußballnationalmannschaft gemeinsam darum, gegeneinander antreten zu dürfen. Die Schwierigkeiten der iranischen Spielerinnen mit dem repressiven System ihres Landes kamen dem kamerunischen Publikum sehr bekannt vor, da auch im fußballverliebten Kamerun dieser Sport weiterhin als Männerdomäne gilt. Die Frauen im Publikum waren begeistert von der unbeirrbaren Entschlossenheit der Fußballerinnen, ihr Spiel auch ohne offizielle Unterstützung stattfinden zu lassen.

Frauen stecken sich gegenseitig die Aidsschleife an
Im Kampf gegen HIV ist Solidarität die wichtigste Basis

Rund 40 Jugendliche nahmen an der Aufklärungsveranstaltung des DED zum Thema Sexualität und HIV teil. Mit großem Interesse hörten sie einer jungen Frau zu, die ihre Erfahrungen als minderjährige, alleinerziehende Mutter schilderte. Die Veranstaltung wurde von einer einheimischen Fachkraft des DED geleitet, die das tabubesetzte Thema Sexualität dem kulturellen Kontext entsprechend ansprach. „Die Jugendlichen aus meinem Viertel waren sehr dankbar für diese Veranstaltung, da man in Afrika normalerweise nicht über Sexualität spricht", so ein junger Kameruner, der mit seiner ganzen Familie, von den Großeltern bis zum Baby, an der Veranstaltungswoche teilgenommen hat: „Die Woche war sehr interessant und schön, wir haben viel gelernt."

Am Samstag ging die Woche mit zwei Höhepunkten zu Ende: Am Morgen nahmen rund 200 Frühaufsteher an einem Solidaritätsmarsch teil, abends wurde nach musikalischen Darbietungen bis spät in die Nacht getanzt.

Auch die zweite Ausgabe der Veranstaltungswoche „Starke Frauen und Mädchen" war für die Deutsche Kooperation ein Erfolg. Insgesamt wurden mit den Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag über 600 Kamerunerinnen und Kameruner erreicht. Wir freuen uns auf die dritte Ausgabe im nächsten Jahr!

- 20.03.2009 -

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Starke Frauen und Mädchen in Kamerun .  

Dass in Afrika südlich der Sahara starke Frauen und Mädchen leben und wirken, beweisen Zahlen, die nicht neu sind: für 80 Prozent der Nahrungsmittelproduktion in dieser Region sind Frauen verantwortlich. Dass auch ihre Rechte gestärkt werden müssen - darauf machten die deutschen DO in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, Anfang Mai 2008 mit der Aktionswoche „Femmes et Filles Fortes" aufmerksam.

Das bunte Programm - organisiert durch DED und GTZ und unterstützt durch das Goethe-Institut und die Friedrich-Ebert-Stiftung - ging los mit der Vorführung des kamerunischen Dokumentarfilms „Sisters in Law". Im größten Kino Yaoundés verfolgten mehrere hundert Zuschauer/innen den engagierten Einsatz zweier Anwältinnen für die Rechte von Frauen und Mädchen.

Am nächsten Tag wurden beim Theaterstück „La Déesse Phalloga" die Rollen getauscht. Die Hauptdarstellerin mit ihren zwei „Hausmännern" sorgte besonders bei den kamerunischen Zuschauerinnen für viele Lacher - zeigte aber auch, dass ungleiche Rollen in keine Richtung funktionieren können.


Um auf die überdurchschnittlich hohe Bedrohung von HIV/AIDS für junge Frauen hinzuweisen (75 Prozent der Neuinfektionen im Afrika südlich der Sahara treten bei Mädchen und Frauen zwischen 15 und 24 Jahren auf), vermittelten die Querschnittsberater von DED und GTZ Informationen zum Schutz und zum Umgang mit der Krankheit.

Bei einer Paneldiskussion informierten Vertreter von DED-Partnerorganisationen über die Rechte von Witwen und deren Kindern. Denn auch wenn die Gesetze noch immer mangelhaft sind, kennen viele Betroffene selbst diese limitierten Rechte nicht. In der Diskussion zum Thema „Frauen als Motor der Entwicklung" wurden der Austausch zu Problemen und Chancen der Rolle der Frau vertieft.

Weitere Highlights der Woche, mit der über 1500 Kamerunerinnen und Kameruner erreicht wurden, war die Eröffnung der Ausstellung „Frauenkram" von Sarah Tchouatcha mit 50 Porträts von Frauen in Kamerun, ein Handballtunier und die Abschlussveranstaltung mit allen Mitwirkenden.


Die Woche wurde durch eine breite Pressearbeit begleitet; zahlreiche Beträge in Zeitungen, Radio und Fernsehen machten nicht nur auf das ansprechende Programm, sondern auch auf die tagtägliche Arbeit der deutschen EZ im Bereich Frauenförderung aufmerksam. Für 2009 ist geplant, diese öffentlichkeitswirksame Veranstaltung der Deutschen Kooperation für und mit den kamerunischen Frauen weiterzuführen.

- 30.05.2008 -

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