
Ein Blick über die Hauptstadt Yaoundé
Die Republik Kamerun (République de Cameroun (frz), Republic of Cameroon (engl)) ist eine Präsidialrepublik, deren Staatsoberhaupt seit 1982 Präsident Paul Biya ist. Hauptstadt Kameruns ist Yaoundé und seine Nachbarländer sind Nigeria, der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo (Brazaville), Gabun sowie Äquatorialguinea. Der Nationalfeiertag wird am 20. Mai gefeiert.
Mit einer Fläche von 475.442 km² ist Kamerun etwa eineinhalb mal so groß wie Deutschland. Es leben in Kamerun 17.340.702 Einwohner (Quelle: CIA 2006). Die Bevölkerungsdichte beträgt 35,7 Einwohner pro km². Die Bevölkerung wächst rasant: Die Wachstumsrate liegt bei 2,1 %. Die Sterblichkeitsrate bei unter 5-Jährigen liegt seit 1995 unverändert bei 15 %. Durchschnittlich bekommt jede Frau in Kamerun 4,6 Kinder. Insgesamt gibt es mehr Frauen als Männer (51% zu 49%). Rund 45% der Bevölkerung Kameruns sind jünger als 15 Jahre und nur 3,5% sind über 65 Jahre alt.
Die Währung ist der CFA-Franc BEAC (1 Euro rund 656 CFA). Das BIP/Einwohner beträgt 740 US-$ (2004).Das internationale Autokennzeichen ist CMR, der Internet-TLD lautet .cm und die Telefonvorwahl vom Ausland aus nach Kamerun ist 00237. Kamerun gehört zur gleichen Zeitzone wie Deutschland (MEZ), in der Sommerzeit muss allerdings für Kamerun eine Stunde abgezogen werden (MEZ – 1).
Die offiziellen Amtssprachen in Kamerun sind Französisch (etwa 80 % der Bevölkerung) und Englisch (etwa 20 %). Am 20. Juli 1922 hatte der Völkerbund die ehemalige deutsche Kolonie Kamerun in zwei Mandatsgebiete aufgeteilt, ein französisches und ein britisches. Am 1. Januar 1960 erhielt das französische Kamerun nach Auslaufen des nun UN-Mandats die Unabhängigkeit und nannte sich Ost-Kamerun. Der Nord-Westen des britischen Mandats-Treuhandsgebietes stimmte bei einer Volksabstimmung im Februar 1961 für den Anschluss an Nigeria, während sich der südliche Teil für einen Zusammensschluss mit dem Staat Kamerun entschied (1. Oktober 1961). Dies ist der Hintergrund dafür, dass heute sowohl Französisch als auch Englisch in Kamerun als Amtssprachen anerkannt sind.
Der Name Kamerun leitet sich ab vom portugiesischen Namen des Flusses Wouri (damals Rio de Camaroes, Krabbenfluss), den 1472 portugiesische Seeleute entdeckten, als sie an der Küste Kameruns landeten.
