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Jugendliche werden aktiv zum Weltfreiwilligentag 2009 .  

Am  Weltfreiwilligentag, der jedes Jahr am 5. Dezember gefeiert wird, haben sich verschiedene internationale Freiwilligenorganisationen und kamerunische Einrichtungen in Yaoundé zusammengetan, um aktiv zu werden. Unter dem Motto „Freiwillig im Einsatz für unsere Erde“  fanden zwei Aktionen mit jungen Freiwilligen statt: Müll sammeln in einem Stadtviertel Yaoundés und Bäume pflanzen an einer Schule. Der DED Kamerun hat sich mit fünf Freiwilligen des Weltwärts-Programms an den Aktionen beteiligt. Betreut hat die Aktion die DED-Partnerorganisation CIPRE, die sich für Umwelt und Recycling einsetzt.

Die weltwärts-Freiwillige Katharina umringt von Kindern
Die weltwärts-Freiwillige Katharina umringt von Kindern

Samstagmorgen um 7 Uhr ging es los: kamerunische, deutsche, französische und japanische Jugendliche kamen auf dem Marktplatz im Viertel Melen zusammen, um gemeinsam ihre Aktionen zum Weltfreiwilligentag zu starten. Die 60 Freiwilligen teilten sich zunächst auf in zwei Aktionsgruppen: Die eine blieb im Viertel, um einen kleinen Fluss, der sich zwischen den vielen, Häusern durchschlängelt, von Müll zu befreien und parallel die Anwohner zum Schutz der Umwelt aufzurufen. Die zweite Hälfte machte sich auf den Weg zu einer Schule in der Nähe, wo sie gemeinsam mit dem Umweltclub der Schüler den Schulhof mit Mülleimern ausstattete, Müll aufsammelte und Bäume pflanzte.

Die Jugendlichen der ersten Gruppe packten direkt aktiv mit an: Gummistiefel, Handschuhe, Schubkarren und Schaufeln hatten die Mitarbeiter von CIPRE besorgt. „Viele der Kinder, die hier wohnen, wollten auch direkt mithelfen“, erzählt Katharina, eine weltwärts-Freiwillige aus der nicht weit entfernten Stadt Mbalmayo. „Da wir nicht genügend Handschuhe für alle hatten, haben wir uns abgewechselt. Wer die Handschuhe anhatte musste arbeiten. So haben wir viel Müll weggeschafft und die Kleinen wurden spielerisch für den Umweltschutz sensibilisiert.“

Die Sensibilisierung hat nicht nur bei den Kindern stattgefunden. Kleine Aufklärungsgruppen machten sich auf den Weg durch das Viertel, um mit den Bewohnern über die Problematik der Umweltverschmutzung zu sprechen. „Dieser Müll, der hier überall verteilt und vor allem im Fluss rumliegt, kann sogar wertvoll für euch sein“, erklärte ein Mitarbeiter von CIPRE den Anwohnern in Einzelgesprächen an der Haustür. „Aluminium und Plastik könnt ihr zum Beispiel sammeln und dann an Recyclingunternehmen verkaufen. Aus Bioabfällen kann man Komposthaufen anlegen und fruchtbare Erde produzieren.“ Hauptsächlich wiesen die Aufklärungsgruppen darauf hin, dass es für jeden Einzelnen extrem gefährlich ist, wenn der ganze Abfall mit Wasser in Kontakt kommt. Das Wasser wird giftig und bietet ein perfektes Umfeld für Krankheitserreger. Das ist vor allem für die vielen Kinder im Viertel gefährlich, die oft am Fluss und auch im Müll spielen.

Laurin bei der Arbeit
Laurin bei der Arbeit

Bei der zweiten Aktion gingen die Freiwilligen genauso engagiert an ihre Aufgaben. CIPRE hatte bereits dafür gesorgt, dass in den vergangenen Tagen Löcher zur Pflanzung der Bäume auf dem Schulhof ausgehoben wurden. „Denn das Ausheben der Löcher ist bei der hiesigen Erde eine ziemliche Herausforderung“, erklärt Roger Tchuente, Direktor von CIPRE. Er verweist dabei mit einer Handbewegung auf einige Bäume, die CIPRE vor 5 bis 10 Jahren gepflanzt hat, und die heute den Schülern Schatten spenden. Voller Elan machten sich die Freiwilligen sowie die Mitglieder des Umweltclubs der Schule ans Werk: Eine Gruppe pflanzt Bäume, eine andere Gruppe sammelt auf dem Schulgelände Müll, welcher gleich in die von CIPRE mitgebrachten Mülleimer geschüttet und abtransportiert wurde. Am Ende fand eine Sensibilisierung der Schüler statt, die neben der weitergehenden Pflege der Bäume auch die Vermeidung von Plastikmüll umfasste.

Am Mittag waren beide Aktionen vorbei. Bei einer kleinen Abschlussversammlung kamen alle zu kurzen Dankesreden und wohlverdienten Erfrischungsgetränken zusammen. Mit dabei waren Freiwillige von weltwärts mit dem DED, der französischen Organisation France Volontaires, der japanischen Einrichtung JICA, dem Freiwilligendienst der Vereinten Nationen UN Volunteers, den kamerunischen Pfadfindern und dem Jugendzentrum Urban Village aus Yaoundé.

Gruppenfoto mit allen Freiwilligen zum Abschluss
Gruppenfoto mit allen Freiwilligen zum Abschluss

Weitere Informationen:

Mehr Infos zum Freiwilligenprogramm "weltwärts mit dem DED".

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