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Yaoundé: Stärkung der Zivilgesellschaft für lokale Entwicklung .  

26 DED-Partnerorganisationen, die sich für die Stärkung und die lokale Entwicklung ihrer Gemeinden in Kamerun einsetzen, präsentierten ihre Arbeit Mitte Oktober beim Tag der offenen Tür in Yaoundé. Vorausgegangen war eine vom DED initiierte Kampagne zur Förderung der Organisationen mit Workshops und Diskussionsforen, in denen die Mitarbeiter Methoden und Formen der Darstellung ihres eigenen Engagements kennen lernten. Der Tag der offenen Tür bot eine optimale Plattform, das Gelernte anzuwenden, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und sich mit anderen Einrichtungen auszutauschen.

Nach einer langen Zeit der Vorbereitung war es endlich so weit: Médard Kom von der Organisation CIPRE, die sich für Entwicklung im Umweltbereich einsetzt, konnte die neu erarbeiteten Flyer und Informationsbroschüren präsentieren. „Wir haben für den heutigen Tag einen bunten Informationsstand vorbereitet“, erzählt Kom, während er eine Puppe aus recyceltem Müll aufstellt. „So können wir den anderen Teilnehmern auch visuelle Eindrücke unserer Arbeit vermitteln.“

Die Veranstaltung bot den 120 Teilnehmern diverse Möglichkeiten, ihre Arbeit zu präsentieren. Die 26 DED-Partnerorganisationen, angereist aus dem Zentrum, dem Westen und dem Extremen-Norden Kameruns, gestalteten alle einen eigenen Infostand und informierten über ihr Engagement. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Diskussionsforum. An verschiedenen Tischen diskutierten die Teilnehmer, unter ihnen Vertreter von Presse, Radio und Fernsehen, in lockerer Café-Atmosphäre Themen wie Gender, Jugend, Budgetverwaltung, Lobbyarbeit, Dialog mit den Gemeinden und die Rolle der Medien als Bereiche, in denen sich die einzelnen Organisationen engagieren.

Diskutieren im Café d’échange
Diskutieren im Café d’échange

„Mir hat der heutige Tag sehr viele Erkenntnisse gebracht“, berichtet eine Teilnehmerin von ihren Eindrücken. „Mir ist klar geworden, wie wichtig die Arbeit zur Stärkung der Bevölkerung ist. Mit gezielter Informationsarbeit müssen wir die Menschen über ihre Rechte aufklären. Jeder soll wissen, dass er oder sie für die Entwicklung in seiner Gemeinde etwas tun kann.“

Neben den Nichtregierungsorganisationen waren auch Vertreter der staatlichen Seite an den Diskussionsrunden beteiligt. Der Direktor des Nord-Süd-Kooperation des Entwicklungs- und Planungsministerium Herr Takouo stellte die Sicht der kamerunischen Regierung zum Thema lokale Entwicklung und Beteiligung dar: „Die Zivilgesellschaft ist für uns ein wichtiger Diskussionspartner, aber man muss gleichzeitig auch die Frage nach der Legitimität und Repräsentativität der Organisationen stellen.“ Zudem waren auch die Bürgermeister von mehreren Gemeinden gekommen, um am Dialog mit der Zivilgesellschaft aktiv teilzunehmen.

Rundum war die Veranstaltung sehr lebendig und produktiv. Nach dem fruchtbaren Austausch sind die Teilnehmer sehr motiviert aus den Diskussionsforen gekommen. „Ich würde mir wünschen, dass eine solche Veranstaltung auch in unserer Region regelmäßig stattfindet“, erklärt Frau Billé Siké, die mit den Kollegen ihrer Organisation zum Kampf gegen Gewalt an Frauen aus dem Norden des Landes in die Hauptstadt gereist ist. „Die Vorbereitung dafür können wir nun selbst in die Hand nehmen. Hier haben wir gelernt, wie es geht.“

Gruppenfoto der Teilnehmer des Journée portes-ouvertes
Gruppenfoto der Teilnehmer des Journée portes-ouvertes

- 26.10.2009 -

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